Betriebsprüfung: Schwerpunkt künftig bei Bargeschäften und Registrierkassen

 

Der Bundesrechnungshof geht davon aus, dass dem Staat jährlich bis zu 10 Mrd. Euro Steuereinnahmen durch manipulierte Kassen im Einzelhandel entgehen. Daher haben die Finanzminister haben ein Maßnahmenpaket gegen Tricksereien und schwarze Kassen in Branchen mit hohem Bargeldanteil erörtert. Damit sollen Manipulationen gebuchter Umsätze verhindert werden. Es geht um Aufzeichnungspflichten bei Bargeschäften und deren Kontrollen durch den Fiskus.

Es kann angenommen werden, dass von nun an bei allen Betriebsprüfungen die Bargeschäfte, die über Registrierkassen laufen, genau unter die Lupe genommen werden. Dabei sollen Abweichungen zwischen vereinnahmten und erfassten Barzahlungen, aber auch schwarze Kassen aufgedeckt werden. Zu Branchen mit hohem Bargeldanteil gehören die Gastronomie, der Einzelhandel, Taxiunternehmen sowie Tankstellen und Friseure.